„Männersache“ – keine Filmkomödie – aber eine Lösung für jeden Mann?

Manchmal kommen die Männer einfach etwas zu kurz…, so zumindest beim Thema „Wechseljahre“, das im vergangenen Jahr bereits an dieser Stelle beschrieben wurde. Deshalb hier eine kurze Zusammenfassung und weitere Ergänzungen speziell für den Mann.

Andere Bezeichnungen für die Wechseljahre des Mannes sind: Andropause, PADAM Syndrom, Klimakterium virile u.a.
Ursache für Veränderungen ist vor allem das Hormon Testosteron, dessen Produktion ca. ab dem 40. Lebensjahr um 1-2 % pro Jahr nachlässt.

Dadurch machen sich unterschiedliche Alterserscheinungen bemerkbar: Schwächegefühl, Abnahme der Aktivität, Reizbarkeit, Osteoporose, Gefühlsschwankungen, innere Unruhe, nachlassende Konzentration, sexuelle Lustlosigkeit, Potenzstörungen, Prostatavergrößerung, Inkontinenz (Blasenschwäche), geringere Muskelkraft, Gelenkschmerzen, vermehrte Wärmeempfindlichkeit, Schlafstörungen, Gewichtszunahme. All diese Symptome stellen sich eher schleichend ein und bringen den Mann in einen erheblichen Leidensdruck, da es meist Männer im Alter zwischen (von) 50 – 60 Jahren trifft, die ja auf dem Gipfel ihrer Schaffenskraft angelangt sind, oftmals beruflich und wirtschaftlich Erfolg erlangt haben und nun in Folge ihrer Symptome Spannungen innerhalb der Familie erleben und sich durch ihr Unwohlsein auch Probleme am Arbeitsplatz ergeben!

Potenz und Impotenz

Potentia kommt aus dem Lateinischen und bedeutet erst einmal „Fähigkeit, Kraft, in der Lage sein“ und dementsprechend wäre Impotenz das Gegenteil.
Wohl keine Organfunktion ist so eng mit dem Selbstwertgefühl des Mannes verknüpft wie die Erektion. Sie spielt im Sexualleben eine zentrale Rolle und ist für viele der Beweis für ihre Männlichkeit.
Wenn die Erektion nachlässt, beginnt oft das große Schweigen – Impotenz: ein Tabuthema! Dabei leidet fast jeder fünfte Mann zwischen 30 und 80 Jahren an einer ausgeprägten Erektionsschwäche, manchmal auch mit anderen Erkrankungen verknüpft.
Die Unfähigkeit, ein steifes Glied zu bekommen, bezeichnet man nicht als Impotenz sondern besser als erektile Dysfunktion und diese kann verschiedene Ursachen haben wie z.B.:
Rauchen, häufiger Alkoholkonsum, sehr fettreiche Ernährung, Diabetes und andere Stoffwechselerkrankungen, Bluthochdruck sowie Medikamente, die den Blutdruck senken, u. a. Betablocker können Auslöser für eine Dysfunktion sein! Auch andere Medikamente wie

Psychopharmaka, Entwässerungspräparate oder Mittel gegen Epilepsie können zur erektilen Dysfunktion führen.
Auch Verkalkung der zuführenden Blutgefäße, Herzinfarkt oder Schlaganfall sind ursächlich zu nennen. Bei operativen Eingriffen (Prostata-, Blasen- oder Darmoperationen) können auch Nerven verletzt werden. Ebenso können Erkrankungen wie die MS oder Parkinson Auslöser sein. Außerdem kann unter den Hormonen das Testosteron die Erektion beeinflussen. Es liegt evt. an einer Fehlfunktion der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) oder auch an einer Unter- oder Überfunktion der Schilddrüse. Beides lässt sich auch schulmedizinisch abklären.

Der Körper reagiert auf viele äußere Reize und so können Müdigkeit, Aufregung, Verkrampfung, Leistungsdruck, Stress, Depressionen, Angststörungen aber auch Beziehungskonflikte weitere Gründe sein und dies zeigt nur, dass unser Körper keine Maschine ist, die (fast) immer und bei jeder Gelegenheit funktioniert.

Der Begriff Impotenz wird nur verwendet, wenn ein Mann trotz sexueller Reize selten oder nie in der Lage ist, eine Erektion zu bekommen bzw. diese auch nicht halten kann und das Glied (Penis) sofort wieder erschlafft. Es kann aber genauso bedeuten, dass er zeugungsunfähig, d.h. steril ist, nicht genügend befruchtungsfähige Spermien (Samen) bildet oder er nicht fähig ist, einen Samenerguss zu bekommen.

Die Diagnose stellt der Arzt, z. B. der Urologe. Er sieht per Ultraschall, ob evt. auch Verletzungen vorliegen.
Ob eine Erektion möglich ist, hängt auch von einem Botenstoff (cGMP) ab, der vom Gehirn ausgeschüttet wird und zwar immer dann, wenn stimulierende Sinnesreize (Düfte, Berührungen oder Fantasien) wahrgenommen werden.

Sind die Reize stark genug, leitet das Gehirn das Signal zur Erektion über das Rückenmark bis in den Unterleib weiter. Dort entspannen sich die Muskeln, der Schwellkörper im Penis und die zuführenden Blutgefäße können sich weiten. Es strömt daraufhin mehr Blut über die Arterien in den Penis und die Venen werden zusammen gedrückt, so dass Blut nicht zurückfließen kann. Der Penis wird durch die große Blutmenge steif und richtet sich auf. Das funktioniert aber nur, wenn der Botenstoff die Entspannung auslöst und ausreichend vorhanden ist.

Ein weiteres Thema sind die Erkrankungen der Prostata (Vorsteherdrüse).

Die Prostata ist eine kastaniengroße Geschlechtsdrüse und liegt am Schnittpunkt von Harn – und Genitaltrakt des Mannes. Sie umschließt unterhalb der Harnblase die Harnröhre und ist zum Einen an der Produktion der Samenflüssigkeit beteiligt und zum Anderen hat sie Muskelfasern, die sich beim Samenerguss impulsartig zusammenziehen und so den Ausstoß des Spermas bewirken. Die Prostata ist daher für die Fortpflanzung unentbehrlich. Ihre Existenz wird allerdings erst bemerkt, wenn sie sich vergrößert und so ab einem gewissen Alter z.B. Probleme beim Wasserlassen auftreten.

Die Hauptsymptome sind häufiger Harndrang, der Harnstrahl ist abgeschwächt, es tröpfelt vor dem Wasserlassen oder beim Husten/ Niesen, die Harnblase entleert sich nicht richtig, der Urin geht nur durch Pressen oder Drücken ab, so bleibt immer mehr Restharn in der Blase zurück, was die Gefahr von Blasenentzündungen erhöht. Prostatavergrößerungen werden durch rektale Tastuntersuchung und Ultraschall vom Arzt festgestellt. Sie sind oft gutartig (Adenom), in letzter Zeit vermehrt auch bösartig (Carcinom).
Dann zeigt der Tastbefund eher eine harte und keine weiche Prostata. Immer wird auch der sog. PSA-Wert im Blut bestimmt. Dieses Prostata spezifische Antigen, ein Enzym, ist bei Erkrankungen der Prostata oft erhöht bzw. steigt innerhalb weniger Wochen schnell an. Es ist jedoch lediglich ein Gewebemarker und kein Tumormarker, denn auch bei gutartigen Prostatavergrößerungen und auch bei Radsportlern finden wir oft einen erhöhten PSA Wert über 4 ng/ml (Nanogramm pro Milliliter). Da lediglich eine Gewebeprobe (Biopsie) einen Krebs ausschließen kann sollte man sich also nicht nur auf auf den PSA-Wert verlassen.

Wasseransammlungen in den Beinen, Energieverlust, Schmerzen im Becken oder an der Lendenwirbelsäule, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust müssen unbedingt ernst genommen und genau untersucht werden, da auch diese ein Hinweis auf ein Prostata-Carcinom sein können.

Hormone, Ernährungsfehler oder auch frühere Konflikte werden als Ursachen sowohl der gutartigen als auch der bösartigen Vergrößerung diskutiert.
Naturheilkundliche Mittel sprechen bei leichten, gutartigen Prostata Störungen evt. noch an.

Die größte Bedeutung haben hier die Licht-Energie-Arbeit und Pflanzen wie Kürbissamen, Brennnessel, Extrakte der Sägezahnpalmfrüchte oder die Rinde des afrikan. Pflaumenbaumes, die Blüten des Feigenkaktus, der Gewürzsumach und die Blätter des kleinblütigen Weidenröschens als Tee. Auch krankengymnastisches Beckenbodentraining hat seine Berechtigung und schadet auf keinen Fall in Anbetracht einer eventuellen Operation. Die psychotherapeutische Behandlung kann über das Hypnoseverfahren auch zur Ursachenforschung herangezogen werden. Ansonsten gilt es Konflikte zu erkennen und aufzulösen.

Auch die Hyperthermie, eine spezielle Wärmeanwendung ist möglich.

Wenn bei medikamentöser Behandlung der gutartigen Erkrankung (Schulmedizin) der Erfolg ausbleibt bzw. Nebenwirkungen auftreten, ist noch eine operative Behandlung möglich, um Erleichterung zu verschaffen, d.h. den Harnstrahl zu verbessern, die Restharnmenge zu vermindern.

In Frage kommen hier folgende Methoden:

Eine Entfernung des Prostatagewebes mit der Schlinge von außen durch die natürlichen Harnwege ohne Schnitt ist anscheinend die bewährteste

Methode. Die Kapsel der Prostata bleibt so bestehen. Gewebe kann auch wieder nachwachsen.
Hyperthermie oder Radiofrequenzwellen zerstören durch Hitze das Gewebe und werden auch beim Prostata Carcinom angewandt. Inzwischen haben sich auch verschiedene Lasermethoden (Greenlight, Holmium) etabliert, die ebenfalls das Gewebe verschmoren. Hierbei ist das Blutungsrisiko geringer, allerdings wird bei diesen Minimal invasiven Operationen der Bauchraum extrem gedehnt durch das Gas, das eingeleitet wird, damit die Operateure sehen, wo sie arbeiten. Das hat zur Folge, dass es zu kleinen Einrissen in der Bauchmuskulatur kommen kann. Diese kleinen Narben können später den Energiefluss im Körper stören und sollten behandelt werden. Zur Bestimmung der passenden Methode ist auf jeden Fall vorher ein Facharzt (Urologe) zu Rate zu ziehen.

Weitere Komplikationen können sein:
Harninkontinenz, das Wasser kann nicht gehalten werden (meist unter Druck oder Stress) und es muss ständig eine Einlage oder ein Katheterbeutel getragen werden.
Es kann zu Harnstau kommen, der Urin wird nicht nach draußen befördert. Auch dann muss kurzfristig wieder ein Katheter, meist ein suprapubischer Katheter, gelegt werden, der direkt über die Bauchdecke in die Blase eingeführt und dort von einem Ballon festgehalten wird.

Der Samenerguss ist nach einem operativen Eingriff häufig nach hinten gerichtet und geht dann nicht nach außen sondern direkt in die Harnblase und wird in der Regel von dort Zug um Zug ausgeschieden.

Auf Chemo- und Strahlenbehandlung bei bösartigen Erkrankungen möchte ich hier nicht eingehen.

Einzig die Prostata Entzündung kann auch bei jungen Männern auftreten.
Manchmal entwickelt sie sich aus einer nicht bemerkten Blasenentzündung oder aus einem nicht behandelten Eiterzahn. Übertragungswege durch Geschlechtsverkehr sind ebenfalls denkbar. Bei älteren Männern können die Krankheitserreger auch über eine Unterkühlung, Urin, Blut oder Blasenkatheter verschleppt werden.

Die Symptome können vielfältig sein: Fieber, Schüttelfrost, Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen, auch Unterbauchschmerzen und Blut beim Samenerguss können vorkommen.
Außer Antibiotika kommen auch naturheilkundliche Mittel zum Einsatz: Meerrettich wirkt antibakteriell, Bärentraubenblätter (wenn der Urin nicht sauer, sondern bereits basisch ist), Chimaphila umbellata wirkt homöopathisch bei Harndrang, wenn Kälte der Auslöser war. Thuja kommt in Frage bei Tröpfeln und Pulsatilla bei Schmerzen nach der Harnentleerung oder wenn Hitze oder Schwellung in der Prostata empfunden wird. In der Homöopathie stehen der Prostata noch weitere Mittel zu Verfügung.

Für das Prostata Carcinom, das ab ca. 45 Jahren auftritt, stehen begleitend ebenfalls Mittel zur Verfügung:

Sojaprodukte und Quercetin (ein Pflanzenfarbstoff) haben mit ihrer Östrogenwirkung einen Einfluss auf das Prostata Carcinom und hemmen das Wachstum der Tumorzellen ebenso wie das Lycopin der gekochten Tomaten oder Hagebutten. Der Reishi Pilz, Spurenelemente wie Vitamin E und Selen und Ginseng stimulieren das Immunsystem.